... oder der ewige Oktober
So heißt sie, meine neue Serie… Wer in ‚Sack und Asche‘ geht, ist meist traurig, bereut etwas und macht diesen Prozess öffentlich durch ‚Sack und Asche‘ Aber genau diese Trauer, dieses Zerknirscht-Sein, die Reue, genau das ist auch der Moment für eine Umkehr, für eine andere Perspektive, für eine Veränderung. Für eine Chance. Lasst uns die Chance ergreifen. 2023: Corona fühlt sich abgeschlossen an, der Ukraine-Krieg dagegen nicht … und seit dem 7. Oktober ist der Nahost-Konflikt in allen Mediennews. Mich persönlich begleitet dieser Konflikt schon viel länger. Den 7. Oktober habe ich in einem Schutzraum in Tel Aviv verbracht. Zurück in Deutschland verfolge ich die Entwicklung – manchmal bis zur Ermüdung. Seitdem zähle ich die Tage in meinem Kopf anders. Am 56. Oktober* wurde das erste Bild meiner neuen Serie fertig. ‚Sack und Asche‘, weil es so viele Anlässe gibt, zu trauern, zu bereuen, zerknirscht zu sein … aber auch genauso viele Gründe, umzukehren, neue Perspektiven einzunehmen, alteingesessene Meinungen zu hinterfragen … so viel Gründe bereit zu sein, etwas zu ändern. Ja, das ist schwierig! Aber gibt es eine Alternative?
Nein. Es ist Zeit für ‚Sack und Asche‘.
!זה לא ייגמר עד שנדבר
* 56. Oktober = 25.11.2023
Update Januar 2026:
Die Geiseln sind nach mehr als 2 Jahren inzwischen befreit, aber der Frieden, den wir alle uns dort wünschen, der braucht deutlich mehr.
Den ersten Kaffeesack von Shuk HaCarmel in Tel Aviv, den hab ich noch (Foto rechts). Der kommt erst auf die Leinwand, wenn auch das Leid im Gazastreifen ein Ende findet.

